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Presse

2013

"Eine stoffliche und energetische Nutzung von Holz ist gut vereinbar“

20.08.2013

Dr. Markus Ziegeler, Geschäftsfürer des Deutschen Fortwirtschafsrates e.V., zur vermeintlichen Konkurrenz von Kaminofenbesitzern und der Holzindustrie

Redaktion: „In jüngster Zeit ist eine Diskussion darüber entbrannt, ob die verstärkte Nutzung von Holz als Energieträger der Holzindustrie schadet. Ist da was dran?“

Dr. Markus Ziegeler: „Nein. Holz, das an die Sägewerke geht, ist von höherer Qualität. Hier werden nur gut gewachsene Stämme verarbeitet. Brennholz ist im Regelfall entweder Kronenholz oder Stammholz, das qualitativ schlechter gewachsen ist oder viele Äste hat. Eine stoffliche und energetische Nutzung von Holz ist also prinzipiell gut vereinbar. Allerdings kann es gegenüber den Verarbeitungsbetrieben von Industrieholz zu einer Konkurrenzsituation kommen.“

Redaktion: „Aber die Holzindustrie sagt, Brennholz treibe die Preise nach oben.“

Ziegeler: „Der Preisentstehungseffekt ist hier recht komplex. Der Preis für die entsprechenden Sortimente steigt nicht nur, weil mehr Brennholz nachfragt wird und somit die Konkurrenz zur stofflichen Verwertung verschärft wird. Der Holzpreis steigt auch, weil die Energiepreise insgesamt steigen. Und da Holz zunehmend als Alternative zu fossilen Energieträgern eingesetzt wird, belebt die hierdurch steigende Nachfrage natürlich den Preis. Je teurer beispielsweise das Heizöl wird, desto mehr Nachfrage besteht nach Brennholz und desto höher liegen auch hier die Preise.“

Redaktion: „Wie hoch ist der aktuelle Preis für Brennholz?“

Ziegeler: „Er bewegt sich zwischen 12 und 40 Euro pro Raummeter für den Selbstabholer mit Holzsammelschein; das kommt zum einen auf die Region an und hängt zum anderen davon ab, wie weit aufbereitet der Käufer das Holz beziehen möchte. Mit diesem Preiskorridor kann die Forstwirtschaft gut leben und zugleich nachhaltig in den Wald investieren. Ein gewisser Preis ist aber auch positiv für die Umwelt. Denn er ist Ausdruck für die Knappheit eines Gutes und setzt im Sinne der Ressourceneffizienz Anreize, Verbrennungsprozesse zu optimieren, zum Beispiel in modernen Feuerstätten mit geringen Emissionen und einem hohen Wirkungsgrad.“

Redaktion: „Was aber kann der einzelne Kaminofenbesitzer tun, der sich seiner Verantwortung für die Umwelt und das Klima bewusst ist, gleichzeitig aber unter hohen Energiepreis leidet?“

Ziegeler: „Ganz einfach. Er sollte beim Heizen mit Holz moderne Geräte nutzen. Hier haben die durch den HKI Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik e.V. vertretenen Hersteller in den vergangenen Jahren große technische Fortschritte erzielt. Das führt zu mehr Effizienz und einem niedrigen Brennstoffverbrauch. Und somit ist allen gedient: Der Holzwirtschaft, der Umwelt, dem Klima und dem eigenen Portemonnaie dank sinkender Heizkosten.“

Weitere Informationen auch unter www.dfwr.de und www.ratgeber-ofen.de.

Kontakt:

HKI Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik e.V.

Désirée Kalkowski

Lyoner Str. 9

60528 Frankfurt am Main

Tel.: +49 (0)69-25 62 68-105

Fax: +49 (0)69-25 62 68-100

E-Mail: info@hki-online.de

 

Pressekontakt:

Dr. Schulz Public Relations GmbH

Berrenrather Str. 190

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E-Mail: v.schulz@dr-schulz-pr.de

Download: Interview mit Herr Dr. Ziegler: "Eine stoffliche und energetische Nutzung von Holz ist gut vereinbar“

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