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Presse

2015

Deutschland tauscht alte Feuerstätten aus

29.07.2015

Herr Dipl.-Ing. Frank Kienle, Geschäftsführer des HKI Industrieverbandes Haus-, Heiz- und Küchentechnik e.V., der auch die Hersteller moderner Feuerstätten vertritt, zur 1.BImSchV, die den Austausch alter Feuerstätten regelt

Redaktion: „Herr Kienle, gemäß der 1.BImSchV mussten Ende letzten Jahres erstmals Kaminöfen, Kachelöfen und Heizkamine stillgelegt, nachgerüstet oder ausgetauscht werden, die die vorgegebenen Grenzwerte der Verordnung nicht erfüllten. Welche Geräte waren hiervon betroffen?

Frank Kienle: „Alle Feuerstätten, deren sogenannte Typprüfung vor 1975 erfolgte. Diese waren zum Zeitpunkt der Maßnahme bereits über 40 Jahre alt. Es war also dringend an der Zeit, die alten Öfen gegen moderne Feuerstätten auszutauschen.“

Redaktion: „Und wie viele Öfen wurden ausgetauscht?“

Frank Kienle: „Nach aktuellen Zahlen, die uns vorliegen, wurden bislang rund 100.000 Altgeräte durch eine moderne Feuerstätte ersetzt.“

Redaktion: „Sind Sie mit diesem Ergebnis zufrieden?“

Frank Kienle: „Nein – 100.000 Geräte sind nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Es handelt es sich in Bezug auf die 12,7 Millionen vorhandenen Feuerstätten in Deutschland um eine vergleichsweise geringe Zahl. Doch rechnen wir in den nächsten Jahren mit einem verstärkten Austausch.“

Redaktion: „Kommt die große Welle also erst noch?“

Frank Kienle: „Ja, davon gehen wir aus, da Kaminöfen erst seit Anfang der 1980er Jahre zum Wohntrend avancierten. Und bis spätestens 2017 sind alle Heizgeräte, deren Typprüfungen vor 1985 erfolgten, von Stilllegung betroffen, soweit sie die Grenzwerte der Verordnung nicht einhalten. Und statt solche alten Öfen mit aufwendiger Filtertechnik nachzurüsten, empfehlen wir diese – besser heute als morgen – durch emissionsarme Feuerstätten zu ersetzen.“

Redaktion: „Warum erachten Sie den Austausch als wichtig?“

Frank Kienle: „Es geht um unsere Umwelt.

Eingesetzte Verbrennungstechnik darf nicht mehr auf dem Stand der 1970er oder 1980er Jahre sein. Doch während andere Haushaltsgeräte, die aus dieser Zeit stammen, längst ausgedient haben, bullern die in die Jahre gekommenen Öfen in vielen Fällen noch immer vor sich hin. Und tragen so erheblich zur Schadstoffbelastung bei.“

Redaktion: „Also ist die Technik dieser Geräte veraltet?“

Frank Kienle: „Ja, die Verbrennungstechnik hat in den vergangenen Jahren beachtliche Fortschritte erzielt. So sorgt moderne Gerätetechnik für eine erheblich sauberere Verbrennung, einen gesteigerten Wirkungsgrad und eine erhöhte Energieeffizienz. Daher benötigt ein modernes Heizgerät deutlich weniger Brennstoff als seine Vorgänger aus dem letzten Jahrhundert. Und besonders wichtig – der Emissionsausstoß wurde um bis zu 85 Prozent gesenkt. Es gibt also keinen Grund vollkommen veraltete Geräte weiterhin zu betreiben. Wir setzen daher beim Geräteaustausch nicht nur auf Verordnungen, sondern auch auf die Eigenverantwortung des Betreibers und wünschen uns, dass er im Sinne der Umwelt handelt.“

Redaktion: „Herr Kienle, wir danken Ihnen für dieses Gespräch!“

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